Facelifting heute

Wie unter Bedeutende Chirurgen aufgezeigt, wurden die Facelifting-Techniken in der mehr als 100-jährigen Geschichte dank neuer Erkenntnisse ständig optimiert.

Während am Anfang des 20. Jahrhunderts zunächst ausschließlich Teile der oberen Gesichtshaut entfernt wurden, um die Haut insgesamt zu straffen, erweiterte man die Behandlung nach und nach auch auf tiefere Gewebeschichten.

Man erkannte, dass das alleinige Entfernen der Gesichtshaut zu "Zugproblemen" führen kann. Noch wichtiger war in dem Zusammenhang jedoch die Erkenntnis, dass eine Neupositionierung von abgesunkener Haut nur dann möglich ist, wenn auch die darunter liegende Gewebeschicht bei dem Eingriff mit berücksichtigt wird - Chirurgen bezeichnen diese Schicht als S.M.A.S. (Superficial Musculo Aponeurotic System).

Facelifting mit S.M.A.S. - Das aktuelle State-of-the-Art Verfahren

Beim (Superextended-) Face-Neck-Lifting mit S.M.A.S. wird somit nicht nur die Haut von Gesicht und Hals gestrafft, sondern auch die darunter liegenden überschüssigen Muskeln, Sehnen sowie das überschüssige Fett- und Bindegewebe mit entfernt. Diese Vorgehensweise ermöglicht aus ästhetischer Sicht die besten Ergebnisse.

Da die S.M.A.S. Technik sehr viel Erfahrung und Expertise vom Chirurgen erfordert, schrecken ungeübte Ärzte nicht selten davor zurück und weichen auf weniger aufwendige Facelifting-Verfahren aus. Dies zeigt sich u.a. auch in der Entstehung immer neuer Begriffe wie Mini-Lifting, Midi-Lifting usw. (siehe dazu auch Begriffschaos). Häufig werden diese Eingriffe als günstiger, schonender und für den Patienten weniger belastbar "angepriesen".  Jeder erfahrene Chirurg und auch jeder Patient, der einmal auf einen dieser "reduzierten" Eingriffe zurückgegriffen hat, weiß jedoch, dass die Verjüngungseffekte deutlich begrenzt sind.

Ein umfassender und zufriedenstellender Verjüngungseffekt ist nur mit einem Face-Neck-Lifting mit S.M.A.S. erreichbar. Mehr Informationen zum heutigen "State-of-the-Art"-Verfahren finden Sie hier: Face-Neck-Lift mit S.M.A.S.

Hintergrundinfo

Etwa in den 80er Jahren begannen einige Chirurgen noch tiefere Gewebeschichten bei einem Facelifting mit einzubeziehen (sog. "Deep-Place-Facelifting"). Dies ging sogar so weit, dass manche Chirurgen das gesamte Gesicht wie eine Maske vom Gesichtsknochen ablösten, um dieses neu zu positionieren - diese Methode wird als MASK-Lifting bezeichnet. Aufgrund einer relativ hohen Komplikationsrate hat sich dieses Verfahren jedoch nicht durchgesetzt.

Das Facelifting mit Berücksichtigung der S.M.A.S. gilt heute als Standard der modernen Plastischen Gesichtschirurgie.